Verlegerische Sternstunde

TSU, 202 - 16.00-16.25

2007 erschien im Nora-Verlag (Berlin) ein Buch unter dem Titel „Niemals hat der Dichter eine Schönere erblickt...“. Dieses Buch ist ein Begegnungsort zweier Autoren, eines Dichters und eines Malers. Der Dichter heißt Iosseb Grischaschwili (1889-1965), und ist ein Georgier, der Name des Malers lautet: Oskar Schmerling (1863-1938), und er ist ein Georgiendeutscher, der sich selbst als „alten Tiflisser“ bezeichnete. Beide sind bis über beide Ohren in das alte Tbilissi verliebt. Der Erste berichtet über die alte Stadt und ihre Einwohner, der Andere wiedergibt mit Strich und Farben Physiognomien, Aussehen und Beschäftigungsformen der alten Tiflisser. Und die Beiden verstehen das nicht nur mit Sachkenntnis, sondern auch sehr amüsant zu machen!

Das Zusammentreffen des Dichters und des Malers wurde von Kristiane Lichtenfeld (Übersetzerin des Prosatextes) und Leonhard Kossuth (Herausgeber und Übersetzer der Gedichte, Verfasser des Nachworts) organisiert. „Verlegerische Sternstunde“ nennt Kristiane Lichtenfeld den Augenblick, als sie und Leonhard Kossuth auf die Idee gekommen sind, das Grischaschwili-Buch mit Oskar Schmerlings Bildern herauszugeben. Beide Künstler – ein Dichter und ein Maler - ergänzen einander perfekt! Es entstand ein pittoreskes Buch, das als ein Symbol der deutsch-georgischen Freundschaft betrachtet werden kann. 

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