TSU, 107 | Moderation: Prof. T. Tschumburidse - 17.15-17.40

Die metafiktionalen Elemente und Figurenkonstellation im Roman "Die Medea von Kolchis in Kolchos" von Giwi Margwelaschwili

Tinatin Moseshvili (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)

Der Vortrag befasst sich mit der Analyse des Romans die Medea von Kolchis in Kolchos des deutsch-georgischen Schriftstellers und Philosophen Giwi Margwelaschwili. Der ontotextologe Autor, der sein Platz weder in Deutschland noch in Georgien gefunden hat und schließlich in sein Werk umgezogen ist, erfindet eine besondere textuelle Welt. Er überschreitet die Grenzen der Wirklichkeit und Fiktion und spielt mit metafiktionalen Erzähltechniken. Der Fokus des vorliegenden Beitrags liegt daher auf der Metafiktionalität. Dem Literaturlexikon von Metzler zufolge „metafiktional sind selbstreflexive Aussagen und Elemente einer Erzählung, die nicht auf Inhaltliches als scheinbare Wirklichkeit zielen, sondern den Rezipienten Textualität und >Fiktionalität< - im Sinne von >Künstlichkeit, Gemachtheit< oder >Erfundenheit< - und damit zusammenhängende Phänomene zu Bewußtsein bringen (Metzler, Band 347. 2004: 172).

Anhand der genannten Theorie wird die Medea von Kolchis in Kolchos analysiert. Es wird ein Versuch unternommen die metafiktionalen Elemente zu identifizieren und ihre Form festzustellen. Dabei soll es aufgezeigt werden, wie die Figurenkonstellation im Roman ist.

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